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Silicon Valley am Neckar

13 Hektar groß ist das verfügbare Areal. 18 Millionen Euro sind für die ersten Bauabschnitte veranschlagt. Fünf Millionen Euro davon sollen durch EU-Fördergelder abgedeckt werden.

Die Planung ist nicht ganz glatt gelaufen. Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach spricht von einem „Durchhänger im letzten Jahr“. Auch der Standort ist mittlerweile ein anderer als ursprünglich geplant. Vom Namen ganz zu schweigen: Der Heilbronner Zukunftspark heißt jetzt Technologiepark. Statt in den Böllinger Höfen sollen High-Tech-Firmen im „Wohlgelegen“, direkt zwischen altem Neckar und Hafenstraße, ansiedeln. „Ich bin froh, dass wir nun endlich voll durchstarten können“, sagt OB Himmelsbach.

13 Hektar groß ist das verfügbare Areal. 18 Millionen Euro sind für die ersten Bauabschnitte veranschlagt. Fünf Millionen Euro davon sollen durch EU-Fördergelder abgedeckt werden, den Rest schultern Stadt, Land und Stadtsiedlung Heilbronn. Geplant ist, im Juni mit den Arbeiten auf dem ehemaligen Solvay-Gelände zu beginnen, wo zwischenzeitlich auch Läpple Grundstücksbesitzer war. Ein Jahr später sollen die ersten Mieter in die Gebäude einziehen.

Fünf Mieter

Mit Seleon, der AWS Group, Novalung, Data Global und IB Solution haben schon jetzt fünf Firmen Mietverträge unterzeichnet. Zudem stehe man mit zwei Unternehmen „in intensivem Kontakt“, sagt Robert an der Brügge, Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, die die Projektentwicklung übernimmt. Gemein ist den Firmen, dass sie vom Zukunftsfonds Heilbronn mit Kapital versorgt werden. Gemein ist ihnen auch, dass sie alle aus der High-Tech-Branche stammen.
Einige von ihnen sind ehemalige Mieter der Innovationsfabrik und sowohl für die Weipertstraße als auch für den Heilbronner Innovationspark zu groß geworden. IB Solution gehört dazu. Mit seinen 140 Mitarbeitern ist das IT-Unternehmen der bislang größte unter den Mietern.

Ziel des Technologieparks ist, ein Zentrum für High-Tech-Firmen zu schaffen. Cluster sollen gebildet werden. „Wir wollen mit dem Projekt einen kleinen Strukturwandel erreichen“, sagt Himmelsbach. Die starke Abhängigkeit von der Automobilindustrie solle durch den Technologiepark ein wenig gelockert werden. Schlüsseltechnologien wolle man nach Heilbronn bringen.

Anders als in klassischen Industriegebieten soll das Areal natürlich wirken. Geplant ist, die Gebäude in eine Parklandschaft einzubetten. So soll zum Beispiel eine Allee von der Kalistraße bis zum Gelände der Spedition Wincanton führen. Bäume, Sträucher, eine Menge Grün sollen die Firmen anlocken. Dass der neue Technologiepark zudem direkt am Gelände der Bundesgartenschau angrenzen wird, stößt auf große Zustimmung bei den Firmen.

Zukunftsweisend

Harald Genger etwa, Geschäftsführer des Medizintechnikunternehmens Seleon, ist vom künftigen Firmenstandort jetzt schon überzeugt. Für seine Mitarbeiter sei wichtig, dass sie Natur in ihrer Umgebung haben. „Man muss seinen Leuten schon einiges bieten können“, so Genger. „Bäume, Natur, Flüsse - das kommt an, das ist zukunftsweisend.“

Quelle Heilbronner Stimme vom 28. März 2009 von Werner Tewes www.stimme.de

Quelle:
www.heilbronn-franken.com

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