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Initiative „MITTENDRIN IST LEBEN. Starke Zentren für Baden-Württemberg“: 30 beispielhafte Projekte im Land

Wirtschaftsminister Ernst Pfister: „Große Bandbreite und Vielfalt der Projekte zur Stärkung der Zentren“

„Ich freue mich über die Bandbreite und Vielfalt guter Beispiele für eine Stärkung der Stadt- und Ortszentren, die wir in Baden-Württemberg haben“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister, heute in Stuttgart vor dem Hintergrund der im Rahmen der Initiative „MITTENDRIN IST LEBEN. Starke Zentren für Baden-Württemberg“ beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg eingereichten Projekte. 30 Projekte, die sich beispielhaft mit spezifischen Problemstellungen der Zentren auseinandersetzen, werden am 30. September 2009 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart in einer Ausstellung präsentiert.

„Die Resonanz auf unsere Initiative verdeutlicht uns, dass wir ein ganz aktuelles Thema aufgegriffen haben“. Mit der im Oktober vergangenen Jahres gestarteten Initiative habe das Wirtschaftsministerium den Fokus auf die Zentren der Städte und Gemeinden gelenkt. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Zeichen des demografischen Wandels, der Klimaänderungen und der Verschiebungen im Einzelhandel müssten insbesondere die Innenstädte und Ortszentren attraktiv und lebendig gemacht werden.

Deshalb hatte das Wirtschaftsministerium im Oktober 2008 landesweit Kommunen und Private aufgerufen, Projekte zur Stärkung der Stadt- und Ortszentren einzureichen. Insgesamt waren 130 Projekte aus mehr als 90 Kommunen eingereicht worden, die gemeinsam mit den Partnern der Initiative intensiv beraten wurden. Ziel der Initiative ist es, gute Beispiele landesweit bekannt zu machen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren zu fördern.

Es wurde deutlich, dass nicht nur die Kommunen, sondern auch Private sich für Projekte zur Belebung des Stadt- und Ortszentren engagieren. 27 der ausgewählten Projekte sind bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung:
So gewinnt die Stadt Ulm beispielsweise in jahrelangen, kooperativ und öffentlichkeitswirksam gestalteten Prozessen ihre „Neue Mitte“ durch die Umgestaltung autogerechter Verkehrsflächen zurück. In Stuttgart-Vaihingen wird durch die Bebauung einer Industriebrache ein neues Stadtteilzentrum errichtet; Schramberg nutzt sein industrielles Erbe, um für Bewohner und Besucher einen identitätsstiftenden Park und weitere Einrichtungen zu schaffen. Ludwigsburg bietet in der Innenstadt eine kostenlose Kinderbetreuung an, in Stuttgart und Eberbach werden Ladenleerstände kreativ und temporär bespielt und in der ländlich geprägten Gemeinde Althütte-Sechselberg gründet sich ein Verein, um die örtliche Nahversorgung sicherzustellen.

Drei weitere Projekte, die noch nicht realisiert sind, können wegen ihrer Planungsprozesse als beispielhaft angesehen werden: So konzipiert beispielsweise die Stadt Karlsruhe in einem bemerkenswerten Beteiligungsprozess die künftige Nutzung und Gestaltung innerstädtischer Höfe gemeinsam mit Bürgern und Eigentümern.

„So vielfältig und vielschichtig die Ausgangslage der Kommunen sind in Bezug auf Größe, Lage, Wirtschaftsstruktur und landschaftliche Besonderheiten, so vielfältig und unterschiedlich sind die Aufgabenstellungen, mit denen sich die Kommunen auseinandersetzen müssen, um ihre Zentren zukunftsfähig zu gestalten“, erläuterte der Minister. Leerstände durch weg brechende Industrien, fehlende Nahversorgung, ungenutzte denkmalgeschützte Bausubstanz, das Erbe der autogerechten Planung und andere Aufgaben seien von den Städten und Gemeinden zu lösen. Entsprechend seien sehr unterschiedliche Projekte präsentiert worden.

Bei einer Veranstaltung am 30. September werden die beispielhaften Projekte vorgestellt. Damit soll der Erfahrungsaustausch im Land angestoßen werden. „Für die Akteure soll die Veranstaltung die Möglichkeit bieten, von den Erfahrungen anderer zu profitieren, Ideen zu sammeln und weiterzugeben“, so Ernst Pfister.

Die Initiative MITTENDRIN IST LEBEN. Starke Zentren für Baden-Württemberg wird von einem landesweiten Bündnis vieler Partner unterstützt:

-der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen

-der Architektenkammer Baden-Württemberg

-dem Baden-Württembergischen Handwerkstag e.V.

-dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Landesverband Baden-Württemberg

-der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Landesgruppe Baden-Württemberg

-dem Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V.

-dem Gemeindetag Baden-Württemberg

-den Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg

-dem Landkreistag Baden-Württemberg

-dem Städtebau-Institut der Universität Stuttgart

-dem Städtetag Baden-Württemberg

-der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg

-dem Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

-der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Regionalgruppe Baden-Württemberg.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

 
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