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Grundsteinlegung für den Ministeriumsneubau an der Willy-Brandt-Straße in der Landeshauptstadt

Oettinger, Rech und Fleischer: Ministeriumsneubau an der Willy-Brandt-Straße ist wichtiger Schritt hin zu einer Konzentration von Dienstsitzen und Ministeriumsgebäuden/ Neues Gebäude wird in energetischer Hinsicht Maßstäbe setzen

28.10.2009 „Der Ministeriumsneubau an der Willy-Brandt-Straße ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Konzentration von Dienstsitzen und Ministeriumsgebäuden in Stuttgart. Dadurch wird es möglich, die derzeit an verschiedenen Standorten untergebrachten Organisationseinheiten unter einem Dach zusammenzufassen. Wir erhöhen damit die Wirtschaftlichkeit beim Betrieb der Gebäude und verbessern die energetische Bilanz. Gleichzeitig können die Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und die Arbeitsatmosphäre auch durch ‚ein Mehr’ an Kinder- und Familienfreundlichkeit durch die Bereitstellung von Betreuungsplätzen vor Ort verbessert werden. Die Entscheidung für den Neubau ist auch ein klares Bekenntnis zur Innenstadtlage.“ Dies sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger, Innenminister Heribert Rech und Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer am Montag (26. Oktober 2009) bei der feierlichen Grundsteinlegung für den Ministeriumsneubau an der Willy-Brandt-Straße. Das große Bauvorhaben sei für die Landesverwaltung eine wichtige Investition auch und gerade in wirtschaftlich schwieriger Zeit.

Den größten Teil der 670 Arbeitsplätze des Neubaus werde das derzeit auf mehrere Standorte verteilte Innenministerium belegen. Des Weiteren ermögliche der Neubau die Konzentration des Umweltministeriums und des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum, die ihre Hauptgebäude am benachbarten Kernerplatz haben. Auch diese Ministerien könnten dadurch zukünftig Außenstellen aufgeben.

„Umweltgesichtspunkte werden bei dem Neubau eine wichtige Rolle spielen. Das neue Gebäude wird in energetischer Hinsicht Maßstäbe setzen - sowohl durch die Bauweise, als auch durch den Einsatz modernster Technologien. So werden wir die gesetzlichen Vorgaben um gut 40 % unterschreiten“, sagten Oettinger und Fleischer. Auch Räume für eine Kindertagesstätte werde es geben. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Landesverwaltung“, erklärten Oettinger, Rech und Fleischer.

Der Neubau an der Willy-Brandt-Straße setze darüber hinaus einen klaren städtebaulichen Akzent. Bereits im September dieses Jahres habe man mit den nötigen Erdarbeiten begonnen. Der Rohbau solle Ende August 2010 fertig gestellt sein. Mit den Ausbauarbeiten werde im Juni 2010 begonnen. Die Fertigstellung des Gebäudes sei für Mitte 2011 vorgesehen.

Hinweise für die Redaktionen:

Aktuelle Informationen zur Neuordnung der Landesministerien finden Sie auf der Homepage des Finanzministeriums in der rechten Spalte unter dem Button „Neuordnung der Landesministerien“ bzw. über u.g. Link.


Rahmendaten des Projekts:

Grundstücksgröße: 7.500 m²

Gebäudegröße:

Bruttogeschossfläche oberirdisch: rund 25.000 m²
Hauptnutzfläche (HNF): rund 16.000 m²
Arbeitsplätze: rund 670

Kosten:
Die Gesamtbaukosten für das Neubauvorhaben betragen ohne Tiefgaragenplätze rund 65 Millionen Euro. Hierin sind Kosten für die erhöhten baulichen Anforderungen in den Sicherheitsbereichen enthalten. Nicht enthalten sind die Mehraufwendungen infolge der Verlegung der Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie im Rahmen des Großprojekts Stuttgart 21.

Energieeffizienz:
Der Neubau wird die Vorgaben der EnEV 2007 um mindestens 40 Prozent unterschreiten. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass im Betrieb folgende Zielwerte erreicht werden können: Primärenergiebedarf: 120 kWh/ m²NGF. Heizwärmebedarf: 30 kWh/ m² und Jahr.

Diese Vorgaben gehen deutlich über die derzeitigen rechtlichen Forderungen hinaus und bewegen sich in der Größenordnung einer Passivhausbauweise.
Zur Unterstützung der Temperierung des Gebäudes wird erneuerbare Energie herangezogen. Hierfür wird das Abwasser des Nesenbachkanals mittels Wärmepumpen genutzt. Bei der energetischen Nutzung des Abwassers handelt es sich um ein herausragendes Pilotprojekt.

Grundsteinlegung:
Bei der Grundsteinlegung wurde in den Grundstein eine Kassette eingebracht. Diese enthielt neben der Urkunde über die Gebäudeerrichtung, den Auslobungs- und Planunterlagen auch die Tageszeitungen für Stuttgart vom 26.10.2009 und die am Tag der Grundsteinlegung geltenden Euro Münzen.


Quelle: Staatsministerium

Weitere Infos im Internet
http://www.fm.baden-wuerttemberg.de/de/Neuunterbringung_der_Landesministerien/216404.html?referer=110387

 
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